Umfassendes Sanierungskonzept für Pixelpark verabschiedet – 230 Arbeitsplätze gerettet
Berlin, 29.11.2002
Pixelpark veröffentlicht die Zahlen für das dritte Quartal im Dezember 2002
Die Pixelpark AG, die im Jahr 2002 aufgrund anhaltend schwacher Investitionsbereitschaft im Markt
für Internetdienstleistungen einen massiven Umsatzrückgang verzeichnen musste, hat durch eine
gemeinsame Lösung von Vorstand, Gesellschaftern, Vertragspartnern und dem Betriebsrat die
Finanzierung der Sanierung der Pixelpark AG gesichert. Es wurden Gespräche mit dem Mehrheitseigener
Bertelsmann AG, dem Gründer Paulus Neef und Vertragspartnern geführt, die erfolgreich abgeschlossen
wurden. Damit wurden die Voraussetzungen für eine dauerhafte Fortführung des Geschäftsbetriebes
geschaffen und Arbeitsplätze gerettet. Aufgrund dieser Entwicklungen wird die Pixelpark AG ihre
Quartalszahlen zum 30.09.2002 erst im Dezember 2002 veröffentlichen.
Auf Basis eines zusammen mit der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants
entwickelten umfassenden Sanierungskonzeptes konnte Pixelpark erreichen, dass sich die Bertelsmann
AG als Gesellschafter und die HVB Immobilien AG als einer der größten Vertragspartner an der
Sanierung beteiligen. So wird Bertelsmann der Pixelpark AG letztmalig eine finanzielle
Unterstützung in Höhe von 3,2 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Außerdem wird Bertelsmann seinen
Mehrheitsanteil von 60,3 auf 20 Prozent reduzieren. Mit der HVB Immobilien AG konnte eine Einigung
zu dem bestehenden Mietvertrag der Berliner Pixelpark-Niederlassung erzielt werden.
Um das Geschäft von Pixelpark Deutschland profitabel zu gestalten, werden Maßnahmen zur
deutlichen Senkung und Flexibilisierung von Ressourcen eingeleitet. So wird die Produktion von
Internetdienstleistungen am Standort Köln zentralisiert. Pixelpark Hamburg wird als Standort
geschlossen und als Vertriebsbüro weitergeführt. In Berlin verbleibt der IT-Entwicklungs- und
Servicebereich, der ausgegliedert werden soll, sowie wenige Zentralfunktionen. Die restlichen
Bereiche in Berlin werden geschlossen. Eine optimale Weiterbetreuung der Kunden aus Berlin und
Hamburg wird von Köln aus sichergestellt, so wie das auch schon bisher standortübergreifend aus dem
Pixelpark-Netzwerk heraus erfolgt.
Damit werden in Deutschland insgesamt zirka 150 Stellen abgebaut. Dazu wurde heute zwischen
der Geschäftsleitung und dem Gesamtbetriebsrat der Pixelpark AG ein Sozialplan unterzeichnet.
Pixelpark Deutschland wird im Jahr 2003 nach erfolgtem Stellenabbau noch zirka 100 Mitarbeiter
umfassen, die Pixelpark-Gruppe insgesamt zirka 230 Mitarbeiter.
Die Tochtergesellschaften der Pixelpark AG – Zentrum für Logistik und Unternehmensplanung
(ZLU) GmbH, Pixelpark Austria GmbH und Pixelpark (Schweiz) AG - sind von diesem Stellenabbau nicht
betroffen.
Auf Grund von werterhellenden Ereignissen, die zur Ermittlung der Zahlen für den
Quartalsabschluss zum 30.09.2002 dienen, führt der von der Pixelpark AG bisher vorbereitete
Quartalsabschluss in der jetzt vorliegenden Form zu keiner "fair presentation" im Sinne der
International Financial Reporting Standards (vormals IAS). Die Pixelpark AG wird daher den
Zwischenbericht zum 30.09.2002 nicht am heutigen Tag, sondern erst im Laufe des Dezembers 2002
veröffentlichen.